Wie käuflich sind Blogger 2011?
Keine Frage, in SEO-Kreisen ist das Linkbuilding über Blogs - so genanntes Blogger Outreach, oder welche neumodischen Begriffe man auch immer dafür verwenden möchte - mittlerweile zu einer Königsdisziplin avanciert. Selbst der "jüngste" SEOler predigt seinen Kunden, dass Links, die sie aus Blogs erhalten können, bares Gold sind. Da Kunden im SEO wohl immer noch bereit sind an den heiligen Gral zu glauben, ist es deshalb nicht weiter verwunderlich, dass genau dieser Bereich nun mehr und mehr monetarisiert wird.
Da gibt es einerseits selbst ernannte Linkbuildingprofis und Agenturen, die, den Vorgaben des Kunden folgend, fleißig das Netz durchforsten, telefonieren und sich die Finger wund tippen, um geeignete Blogs für die Verlinkung zu finden. Dem entgegen stehen auf der anderen Seite die Blogger, die sich regelrecht "prostituieren", gegen bares Geld ihre Blogs befüllen, Links mit den gewünschten Ankertexten einbauen oder auch ihre Blogroll mit "persönlichen Empfehlungen" bestücken. Gemeinsamer Nenner dieser Anstrengungen ist dabei letztendlich die nicht gerade geringe Bezahlung für jeden geschalteten Link.
Viele ehrliche Blogger werden nun empört aufschreien, die Hände in die Luft werfen und mir für diesen Vorwurf die Pest an den Hals wünschen. Warum denn aber? Muss man sich tatsächlich aufregen, wenn man sich nichts vorzuwerfen hat? Oder hat es vielmehr einen anderen Grund, wenn meine Aussagen in diesem Fall zu Aufregung führen? Überlassen wir die Antwort auf diese Frage aber bitte jedem selbst, denn diese soll hier nicht Bestandteil meiner Ausführungen sein.
Mich würde vielmehr interessieren, wie käuflich Blogger im Jahre 2011 tatsächlich noch sind. Wie viele Blogger sind wirklich bereit gegen Bargeld einen positiven Beitrag über ein Produkt, ein Unternehmen oder einen Service auf ihrem Blog zu veröffentlichen? Und vor allem: wie hoch muss dieser Betrag sein? Tatsächlich Bargeld oder doch lieber Sachwerte?
Vor langen Jahren, im guten alten 2007, hat Robert von Basic Thinking einmal eine Umfrage zum Thema Bezahlartikel durchgeführt. Die Ergebnisse der Umfrage sind nicht weiter überraschend: tatsächlich schreckte 2007 nur der kleinere Anteil der Blogger vor bezahlten Postings zurück. Allerdings musste schon damals die "Bezahlung" stimmen.
Aber wie sieht das Ganze heute, vier Jahre später aus? Gibt es mittlerweile eine Art "Kodex", der es Bloggern "verbietet" sich für Geld zu "prostituieren"? Bei meinen Recherchen konnte ich nichts dergleichen finden. Allerdings gibt es durchaus Blogger, die sich nach eigener Aussage von Werbung auf Ihren Blogs distanzieren. Doch geht diese "No-Ads-Einstellung" tatsächlich über eine kleine Nische der Bloggosphäre hinaus?
Wenn ich wirklich ehrlich sein darf, gehe ich absolut davon aus, dass der Großteil der aktiven Blogger heutzutage käuflich ist. Die Bedeutung von Bloglinks für die Suchmaschinenoptimierung hat enorm zugenommen und Unternehmen sind durchaus bereit viel Budget für ihr Linkbuilding auszugeben. Warum sollten Blogbetreiber, die sich bereits über Werbung wie AdSense und Display-Banner auf ihren Blogs ein paar Cents nebenbei verdienen, nicht auch auf attraktivere Angebote eingehen?!
Letztendlich finde ich es aber vor allem schade für die Akteure - Agenturen, Blogger, Werbetreibende - im Internet, die dieses noch als ein ehrliches Pflaster betrachten ...
Reif für die Suchmaschinen
Lange ist es her seit dem letzten Beitrag. In der Zwischenzeit hat sich hier aber auch ein bisschen was getan. Okay, nicht viel, aber zumindest genug, um die Crawler der Suchmaschinen auf meine Website loszulassen.
Wer mehr über mich erfahren will, findet jetzt unter André Scharf endlich ein wenig Hintergrundinformationen zu mir. Demnächst werden sicherlich noch weitere Informationen folgen, denn immerhin ist diese Website noch im Entstehen. Wer am Ball bleiben will, sollte also meinen RSS-Feed abonnieren oder einfach regelmäßig vorbeischauen.
Jetzt gilt’s, Schwester!
Nun ist er da, der Abend davor. Ich hoffe ganz ehrlich, dass sich meine Schwester das mit ihrer Hochzeit gut überlegt hat. Aber natürlich wünsche ich den beiden alles Gute und sowieso nur das Beste für ihre Zukunft.
Morgen ist es nämlich soweit – zumindest was die staatliche Seite der Trauung angeht. Morgen findet die standesamtliche Hochzeit statt und danach geht's direkt zum Polterabend. Es wird also im Kreis der Freunde und Bekannten noch einmal richtig gefeiert und mit reichlich Scherben auch dafür gesorgt, dass das Glück in der Ehe niemals ausgeht.
Ich für meinen Teil muss ganz ehrlich zugeben, dass ich noch nicht so weit wäre, um zu heiraten. Deshalb bin ich auch ganz froh, dass ich mir das ganze Geschehen in aller Ruhe durch den Sucher der Kamera betrachten darf. Ja, ich mache Fotos. So habe ich während der Zeremonie wenigstens eine Beschäftigung.
Am Samstag steht dann die kirchliche Hochzeit ins Haus. Eine Veranstaltung, die bei uns Christen dann doch noch ein wenig mehr gefeiert wird als die standesamtliche Trauung. Warten wir mal ab, wie sich die Woche bis dahin noch entwickelt.
Eine Woche zuhause
Okay, eine Woche zuhause. Zuhause, das heißt in der alten Heimat, dem Eichsfeld, dem schönen Dörfchen Lengenfeld unterm Stein. Eingebettet zwischen sanften Hügeln, von der Sonne geküsst ... ruhig und einsam.
Ja, und genau diese Ruhe stört mich nach zwei Tagen schon ein wenig. Wo sind die Züge, die nachts vorbeifahren? Wo sind die S-Bahnen? Wo ist der Autolärm? Nichts! Und so soll ich schlafen können? Dafür gibt's hier Mücken und Fliegen. Solches Getier habe ich in diesem Sommer in München noch nicht gesehen.
Aber wir werden sehen, was diese Woche noch bringt. Noch ist erst Montag. Und die strahlende Sonne ist doch ein gewisser Trost, muss ich zugeben. Zumindest muss ich in dieser Hitze nicht im Büro sitzen ... auch wenn eigentlich genug zu tun hätte. Obwohl, eigentlich ist das schon ein Büro, in dem ich hier sitze. Nur kann ich mich hier mal so benehmen, wie man es zuhause eben tut. Und es stört niemanden.
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